"Die Verführung der Menschen in eine Welt voll Lust und Spaß wird hier zu einer Schleuderfahrt in die Abgründe einer bürgerlichen Gesellschaft …"
So die Vorankündigung der Inszenierung von der Staatsoper Stuttgart.

Das Konstruktionsprinzip der gesamten Drehraumanlage geht auf Erfahrungen der Berliner Volksbühne zurück. Mit der Produktion "Replacement" von Meg Stuart, aus dem Jahre 2006, wurde dort das Vorbild für die Stuttgarter Variante geschaffen.

Wie schon für die Berliner Volksbühne, wurden der Antrieb und der Drehraum in unterschiedlichen Werkstätten gefertigt. Die ausstellungsmanufaktur lieferte den Antrieb, die Werkstätten der Staatsoper Stuttgart fertigten den Drehraum und entwickelten die Steuerung. Für die "Fledermaus" sollte sich die gesamte Konstruktion gegenüber dem Berliner Vorbild deutlich vergrößern. Der zylindrische Drehraum wuchs um ca. zwei Meter im Durchmesser auf insgesamt neun Meter. Das erste Zusammentreffen beider Baugruppen war ein großartiges Ereignis. Man muss davor stehen, um die Dimension des Bauwerkes wirklich erfassen zu können.

Im Gegensatz zur Choreografie von Meg Stuart, bei der die Tänzer auch die Aussenseiten der Trommel bespielten, nutzte die Stuttgarter Inszenierung nur den Innenraum. Die Konstruktion wurde vollständig verkleidet und blieb "leider" unsichtbar. Dadurch blieb dem Zuschauer die tatsächliche Dimension der Trommel zwar verborgen, die Irritation und Verfremdung, des sich um seine horizontale Achse drehenden Raum, viel dafür aber umso wirkungsvoller und rätselhafter aus.

Nähere Informationen zu dem Projekt erfahren Sie von Arne Gadau unter der Durchwahl 030 92 79 66 16.

 
September 2011 © ausstellungsmanufaktur hertzer gmbh, berlin