Auftraggeber: Die Württembergischen Staatstheater Stuttgart
Bühne: Philipp Stölzl, Conrad Reinhardt
"Die Verführung der Menschen in eine
Welt voll Lust und Spaß wird hier zu einer Schleuderfahrt in die
Abgründe einer bürgerlichen Gesellschaft …"
So die Vorankündigung der Inszenierung von der Staatsoper Stuttgart.
Das Konstruktionsprinzip der gesamten Drehraumanlage geht auf
Erfahrungen der Berliner Volksbühne zurück. Mit der Produktion
"Replacement" von Meg Stuart, aus dem Jahre 2006, wurde dort das
Vorbild für die Stuttgarter Variante geschaffen.
Wie schon für die Berliner Volksbühne, wurden der Antrieb und der
Drehraum in unterschiedlichen Werkstätten gefertigt. Die
ausstellungsmanufaktur lieferte den Antrieb, die Werkstätten der
Staatsoper Stuttgart fertigten den Drehraum und entwickelten die
Steuerung. Für die "Fledermaus" sollte sich die gesamte Konstruktion
gegenüber dem Berliner Vorbild deutlich vergrößern. Der
zylindrische Drehraum wuchs um ca. zwei Meter im Durchmesser auf
insgesamt neun Meter. Das erste Zusammentreffen beider Baugruppen war
ein großartiges Ereignis. Man muss davor stehen, um die Dimension des
Bauwerkes wirklich erfassen zu können.
Im Gegensatz zur Choreografie von Meg Stuart, bei der die Tänzer auch
die Aussenseiten der Trommel bespielten, nutzte die Stuttgarter
Inszenierung nur den Innenraum. Die Konstruktion wurde vollständig
verkleidet und blieb "leider" unsichtbar. Dadurch blieb dem Zuschauer
die tatsächliche Dimension der Trommel zwar verborgen, die Irritation
und Verfremdung, des sich um seine horizontale Achse drehenden Raum,
viel dafür aber umso wirkungsvoller und rätselhafter aus.
Nähere Informationen zu dem Projekt erfahren Sie von Arne Gadau unter der Durchwahl 030 92 79 66 16.