Auftraggeber: Berliner Ensemble,
eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
Bühnenbild: Karl-Ernst Herrmann
Claus Peymanns Inszenierung ist eine Koproduktion des Berliner
Ensembles mit dem Burgtheater Wien. So wurde der von Karl-Ernst
Herrmann entworfene Raum zweifach umgesetzt. Eine Version des Entwurfes wurde für die
Bühne des Berliner Ensembles und eine zweite Version für das
Akademietheater in Wien, eine Spielstätte des Burgtheaters, angepasst.
Die
Vorgaben für die beiden unterschiedlichen Ausführungen erhielten wir
von den technischen Abteilungen der jeweiligen Häuser. Ausgehend von
unterschiedlichen Bühnenmaßen, entstanden zwei verschiedene
Grundrissflächen. Zudem gibt das Berliner Ensemble, im Unterschied zum
Akademietheater, eine Bühnenschräge vor. So erhielten die Wiener eine
schräge Podestkonstruktion, deren vorderer Teil vollständig, inklusive
der anschließenden Wandsegmente und des Plafonds, für den Eisernen
Vorhang verfahrbar ist. Die abstrusen Tür- und Fensterformen mussten
der jeweiligen Dimension angepasst werden, von "Cut & Paste" war
nicht die Rede.
Tatsächlich also wurden zwei verschiedene Bühnendekorationen
hergestellt, die einfach nur gleich aussahen. Denn, neben den
Requisiten, galt es die Gestaltungen der räumlichen
Oberflächen in beiden Varianten identisch herzustellen. Der Charme
einer renovierungsbedürftigen Altbauwand mit mehrfach schlecht
gestrichenem Ölsockel gesellte sich zur Optik eines post-modernen
PVC-Bodens und einer Decke mit akutem Wasserschaden. Alle
Oberflächengestaltungen waren aufwendig abgestimmte theatermalerische
Prozesse. Von der Probendekorationen bis hin zum vollendeten
Wasserschaden, ist alles in unseren Werkstätten hergestellt und
bearbeitet worden.
Die Kollegen des Akademietheaters sind, versorgt mit eindeutig
gekennzeichneten Bauteilen und einer ausführlichen Aufbauanleitungen,
ohne personelle Begleitung der ausstellungsmanufaktur problemlos
zurecht gekommen. Die Technische Einrichtung in Wien ging ohne weitere
Rückfragen über die Bühne.
Nähere Informationen zu der Produktion erhalten Sie von Stefan Tkotz unter der Druchwahl 030 92 79 66 13.