Katie Mitchell und Leo Warner inszenierten in der Schaubühne am Lehniner Platz ein ungewöhnliches Theaterereignis. Sie erzählen Strindbergs Tragödie als einen live auf der Bühne entstehenden Film. Entsprechend ist der Kulissenbau beinahe weniger für den Theaterzuschauer konzipiert, als für das Auge der Kamera. Es entstand eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung und eine Fassadenansicht mit nur spärlicher Einsicht für den Zuschauer. Selbst die wenigen vorhandenen Sichtachsen werden von einer fahrbaren Wand zeitweise verschlossen. Die Bilder der Kameras, die den Raum erschließen, werden auf eine oberhalb der Szene hängende Leinwand projiziert.

Alex Eales bestand auf ein hohes Maß an Realismus. Jedes Profil für Fenster oder Türen wurde detailliert geplant. Es gab nichts zufälliges und ausschließlich Sonderanfertigungen. Von der ausstellungsmanufaktur wurden die Raumbauten hergestellt und ergänzende Bühnenausstattungen, wie z. B. Tische für die Utensilien der Geräuschemacher, die ihre Arbeit zeitgleich zur filmischen Bühnenhandlung, direkt an der Rampe ausüben. Die Malerei und Oberflächenbearbeitung führten die Werkstätten der Schaubühnen selbst aus.

Nähere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie von Jörg Köpf unter der Durchwahl 030 92 79 66 18.

 
September 2011 © ausstellungsmanufaktur hertzer gmbh, berlin